Alternative Therapien zur Asthma-Behandlung – Biofeedback hält, was es verspricht

Zuletzt aktualisiert am 14. Dezember 2022 von Marianne

Gibt es wirksame alternative Therapien für Asthma? Viele Forscher glauben, dass Biofeedback vielversprechend ist, um Asthmapatienten zu helfen.

Worum geht es beim Biofeedback? Es geht darum, die Körperprozesse einer Person wie Herzfrequenz, Blutdruck, galvanische Hautreaktion usw. zu messen und diese Informationen der Person in Echtzeit zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird ein Bewusstsein für diese Prozesse geschaffen, was wiederum der Person helfen kann, die bewusste Kontrolle über die damit verbundenen Körperfunktionen zu erlangen.

Wissenschaftler haben zum Beispiel gezeigt, dass eine Person ihren Herzschlag bewusst beeinflussen kann. Tatsächlich haben einige Studien an den Nationalen Gesundheitsinstituten gezeigt, dass Patienten sogar trainiert werden können, ihren Blutdruck zu senken.

Biofeedback-Training ist Teil dessen, was als Komplementär- und Alternativmedizin (CAM) bezeichnet wird. Es war Dr. Neal Miller, ein Neurowissenschaftler in Yale, der als erster sagte, dass es möglich ist, eine bewusste Kontrolle über automatische Körperfunktionen auszuüben. Das wissenschaftliche und medizinische Establishment der damaligen Zeit spottete über seine Aussage und vertrat die Ansicht, dass solche Dinge unmöglich seien.

Spätere Forschungen mehrerer Gruppen haben jedoch gezeigt, dass die Kontrolle über unbewusste Körperfunktionen tatsächlich möglich ist. Viele Patienten haben durch Biofeedback-Training Linderung von Migräne gefunden. Einige Forscher untersuchen die Möglichkeit, Biofeedback als Hauptbehandlung von Bluthochdruckproblemen einzusetzen.

Wie wirkt Biofeedback bei Asthma?

Bei einem Asthmaanfall werden die Muskeln um die Atemwege herum entzündet und kontrahiert. Wenn diese Muskeln entspannt werden können, würde die Luft freier in die Lungen strömen und die belastenden Asthmasymptome würden gemildert. Biofeedback-Systeme trainieren den Patienten, genau dies zu erreichen.

Darüber hinaus haben Asthmapatienten oft abnorme Atemmuster. Die Gesellschaft für angewandte Psychotherapie und Biofeedback sagt, dass die „Fassatmung“ ein solches Muster ist. Dabei atmet der Asthmatiker tief ein und atmet dann nicht mehr vollständig aus. Stattdessen nimmt er mehrere flache Ein- und Ausatmungen vor, ohne seine Lunge vollständig zu entleeren.

Infolgedessen kann die Lunge nicht wieder mit frischer Luft aufgefüllt werden, da sie sich beim Ausatmen nie vollständig entleert.

Mithilfe eines Verfahrens, das pneumographisches Biofeedback genannt wird, lernen Asthmapatienten, ihre veränderten Herzfrequenzen zu erkennen, die während der Fassatmung auftreten. Und sie lernen, ihr Atemmuster zu ändern, um ihre Herzfrequenz zu senken und die Sauerstoffaufnahme zu verbessern.

Einige Studien sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Art der Biofeedback-Behandlung nicht nur die Asthmasymptome verringerte, sondern auch die Lungenentzündung und den Widerstand gegen die normale Atmung herabsetzte. Die Behandlung der Herzschlagvariabilität im Biorhythmus hat auch zu einem geringeren Medikamenteneinsatz und einer besseren Lungenfunktion geführt.

Die National Institutes of Health raten Asthmapatienten, die ein Biofeedback-Training in Anspruch nehmen möchten, mit einem kompetenten Trainer zusammenzuarbeiten und ihren Arzt umfassend zu informieren. Letzteres ist wichtig, da Asthmapatienten regelmäßig überwacht werden sollten und die Medikation von Zeit zu Zeit angepasst werden muss.

Insgesamt ist die Biofeedback-Behandlung eine der vielversprechenderen alternativen Therapien für Asthma.

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Marianne

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